Die Bio- und Kompost-Woche

Unser nächstes einwöchiges Woofing-Erlebnis hatten wir bei Hugh und Sarah.

Beide empfingen uns super freundlich und mit Hugh haben wir während der Woche auch gute Unterhaltungen geführt. Wir haben viel übers Gärtnern gelernt und zudem hat Hugh hat auch ein umfassendes Allgemeinwissen. Er kennt unglaublich viele Texte von Bob Dylan und so wurden seine Aussagen oft mit einem Zitat beendet. Mit Sarah hatten wir in der Woche weniger zu tun, da sie beruflich ein paar Tage in Auckland war. Sie war sehr gastfreundlich aber ich glaube, wir waren nicht ganz auf einer Wellenlänge. Das war nicht weiter schlimm, da unsere Zeit begrenzt war.

Die Beiden bewohnen ihr 11 Acre großes Grundstück erst seit Anfang dieses Jahres. Das Thema Biologischer Anbau, Permakultur und Kompostierung spielen bei ihnen eine große Rolle. Sie haben schon damit angefangen dass komplette Land umzustrukturieren, aber es wird noch eine Weile dauern, bis das Riesenprojekt abgeschlossen ist. Es bedarf zudem noch viele fleißige Helfer und da kommen wir ins Spiel: Wir blieben zwar nur eine Woche, aber wir halfen beim Kompostieren, mit Gartenarbeit und Aufräumen der gefällten Bäume. Sebastian hat zudem mit Holzhacken geholfen, sodass ich zu jeder Zeit die Pflaster bereit halten musste.

Insgesamt haben wir uns aber keinesfalls überarbeitet, denn wir waren nur vier Stunden pro Tag beschäftigt und wurden dafür mit sehr leckeren Essen und einer recht gemütlichen Unterkunft belohnt. Wir bekamen Frühstück, Morningtea,- oder Kaffee und zwei warme Mahlzeiten pro Tag. Natürlich alles Bio und das Gemüse kam oft aus dem eigenen Garten.

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Die Woofer der Woche

Das Haupthaus wurde vor etwa 100 Jahre gebaut und somit nach neuseeländischen Maßstäben schon antik. Es hatte eine heimelige Atmosphäre; die Decken waren unglaublich hoch und den ganzen Tag duftete es nach Kamin. Es gab zwei Feueröfen – einer im Wohnbereich, der andere war in der Küche aufgestellt und wurde ganz altertümlich auch als Herd und Ofen verwendet. Ich weiß nicht weshalb, aber es hat mich beeindruckt.

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Der Gemüsegarten
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Der Komposthaufen, den David und Sebastian sorgfältig aufgeschichtet haben

Das Grundstück war wirklich schön und wirkte viel größer als es eigentlich war. Es gab bereits einen kleinen Gemüsegarten und genug Platz für zukünftige Obstgärten. Neben Paddocks für die zwei Pferde beeinhaltete das Land auch ein kleines Waldstück mit einem Bachlauf und viele kleine wilde Wiesen.

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Unser Zimmer lag in einem separaten Haus, dass wir uns mit unserem Mitwoofer David aus Frankreich teilten. Wir kamen gut miteinander aus und saßen Abends zusammen gemütlich vor dem Feuer.

Der Angelausflug zum nahe gelegenen Meer war sonnig und windig doch frischen Fisch gab es Abends leider nicht.

Insgesamt war es uns eine lehrreiche Woche, wir haben viel mitnehmen können und freuen uns bereits auf das nächste Woofing-Erlebnis.

Allerliebste Grüße, eure Nadine

Ach ja, falls ihr euch fragt, worum es bei Permakultur geht:

www.wikipedia.org/wiki/Permakultur

3 Replies to “Die Bio- und Kompost-Woche”

  1. Gorgeous: die leichten Texte, die satten Bilder…freue mich über jeden neuen Eintrag. Besonders wenn es Orte sind, die wir auch schon besucht haben. Ihr könnt Euch auf jeden Fall noch auf viele Highlights freuen. Wir werden irgendwann auch noch einmal wieder kommen!

    Liebe Grüße aus Double-U-Upper-Valley

    PS: Am 21.05. ist Ölbergfest, da kommt Ihr doch vorbei, oder? ;))

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