Great Lake Taupo

Nach der Abreise aus Ohope fuhren wir zurück an Rotorua vorbei und Richtung Süden. Wir stoppten am Rainbow Mountain und bestiegen den 743 m hohen Berg mit Aussicht auf die Rotorua Region.

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Thermische Aktivität

Den Schweiß von der Wanderung wuschen wir im Kerosene Creek ab, den wir dafür aus guten Grund rausgesucht hatten: statt knackigen 10°C, wie man es von einem klaren, fließenden Bergbach erwartet, hatter dieser eine angenehme Temperatur von rund 40° Grad. Gelobt sei der Vulkanismus!

Die vulkanischen Phänomene in der Rotorua Region und um Lake Taupo herum sind zahlreich. Dazu gehören auch eine Reihe Mud Pools. Hier konnten wir einfach nicht aufhören, auf den lustig-blubbernden Schlamm zu starren.

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Auch besuchten wir Craters of the Moon, die erste kostenpflichtige Attraktion und zu unserem Bedauern, nicht unbedingt die Spektakulärste. Auch hier waren die Besonderheiten, die aus dem Boden aufsteigenden Rauchsäulen und Mud Pools. Die großen Krater waren beeindruckend anzuschauen, aber nun ja, den Rest hatten wir auch schon kostenlos gesehen.

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Wenn sich bei den Aratiatia Staudämme die Schleusen für 30 Minuten öffnen, fließen etwa 90.000 Liter pro Sekunde durch die Öffnung und das kleine, idyllische Bächlein verwandelt sich in wenigen Minuten in einen reissenden Fluss. Es ist ein beeindruckendes Spektakel, dass man sich aus verschiedenen Perspektiven anschauen muss. Es war ausserdem Filmlocation für den Hobbit 2, in der die Zwerge in den Fässern auf dem Fluss reiten.

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Warten, dass es los geht

Eine anschließend 14 km lange Wanderung führte uns zu den Huka Falls und wieder zurück. Es ist schön, wenn man sich eine solche Sehenswürdigkeit erarbeitet, denn man kann sie mehr genießen, als wenn man mit den Auto direkt vorfährt.

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Huka Falls

Wie erreichten am zweiten Tag den größtem See Neuseelands: Lake Taupo. Der Kratersee entstand vor 26.500 Jahren durch einen kollabierten Vulkan, ist 40 km lang und 26 km breit und maximal 160 m tief. Hier und in den rein,- und rausführenden Flüssen wird viel Wassersport betrieben und Regenbogenforellen geangelt.

Es gibt kostenfreie Campingmöglichkeiten in der gleichnamigen Stadt und direkt am See. Man hat einen wunderbaren Ausblick, wenn man morgens aufwacht und aus der Heckklappe heraus schaut, mitunter auf die schneebedeckten Gipfel vom Tongariro National Park. Und dann merkt man die übervolle Blase: die öffentlichen Toiletten werden Abends abgeschlossen und dann muss man bis zum Morgen ausharren. Ein kleines Übel, denn wir weigern uns, unsere Porta Potti zu benutzen.

Die Stadt Taupo ist ansonsten ganz schön und hat einiges zu bieten. Im Spa Thermal Park zum Beispiel gibt es eine öffentlich zugängliche, kostenlose, heiße Quelle. Sie fließt durch ein paar Rockpools in den Waikato River und das geschätze 42°-heiße Wasser mischt sich mit dem Eiskalten des Flusses. Wir besuchten sie an einem regnerischen Tag und als es zu hageln (!) anfing, saßen wir entspannt in dem heißen Wasser.

Am nächsten Tag verließen wir den Lake Taupo und sahen auf dem Weg immer wieder Frühlingsboten.

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Liebe Grüße, eure Nadine

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